A Green Tea Blog

Natürlich biologischer Anbau nach der Akinori Kimura-Methode

M. Wege - Freitag, April 29, 2016

 

Die Teeanbauregion Kagoshima ist verhältnismäßig jung verglichen mit Anbauregionen wie Uji, die für ihre weit zurückreichenden Traditionen bekannt sind. Doch gerade diese Eigenschaft war es auch, die letztendlich dazu führte, dass der japanische Grüntee seinen Weg nach Europa fand – in Bioqualität.

 

Die Teebauern aus Kagoshima sind experimentierfreudig und offen gegenüber Neuem. So kam es, dass Hiroshi Shimodozono (damals im Verkauf bei Shimodozono Japan tätig, 2009 verstorben), als er Markus Hastenpflug 1991 auf der Anuga in Köln traf, sofort begeistert war von der Idee, Bio-Tee in Japan anzubauen. Shimodozono war damit der erste japanische Teehersteller, der bereits 1992 zu kontrolliert biologischem Anbau nach EU-Standards überging sowie der erste Exporteur von Bio-Grüntee in Japan.

Hiroshi Shimodozono (Bild links) war es auch, der ein weiteres völlig neues Projekt auf der Biofarm in Gang brachte: Der Anbau von Tee nach dem Prinzip von Akinori Kimura.

Kimura hatte den natürlich biologischen Anbau im Apfelanbau entwickelt. Seine Methode geht noch einen Schritt weiter als der übliche Bio-Anbau und verzichtet gänzlich auf Düngemittel und Pflanzenschutzmittel. Es wird auf die natürliche Wurzelkraft gesetzt, und aus dem Boden selbst eine Umgebung geschaffen, in der die vorhandenen Mikroorganismen in Symbiose leben.

Die Äpfel von Kimura haben sich inzwischen den Beinamen „Miracle Apples“ erarbeitet, und die Nachfrage danach groß. Die wohl prominenteste Anhängerin ist Yoko Ono, die auch das Vorwort zu Takuji Ishikawas Buch „Akinori Kimura’s Miracle Apples“ schrieb.

Auf der Biofarm wurde diese Anbaumethode erstmals auch auf eine andere Pflanzenart angewandt. Nach 6 Jahren konnten die Teepflanzen nun erstmals beerntet werden – die Menge ist jedoch noch sehr gering: nur 95 Tüten à 50g sind von diesem feinen Sencha verfügbar. Auf dem Bild oben rechts sieht man die Kimura-Pflanzen links von Geschäftsführer Markus Hastenpflug. 

Der Tee ist normal gedämpft – also etwas weniger stark als die meisten KEIKO Tees, was zu einer eher hellen Tassenfarbe führt. Doch der Geschmack ist ein harmonisches Erlebnis aus eleganten Aromen und einem süßlich, samtigen Geschmack.
Unser Tipp: Am besten kommt das Aroma im Kaltaufguss zum Vorschein – für diesen einfach die Ziehzeit ein wenig verlängern und 1-2 Mal mit kaltem Wasser aufgießen. Anschließend noch einmal mit warmem Wasser aufgießen (60-70°C) - so kann man die volle Vielfalt der Aromen auskosten!

Auch Herr Kimura selbst hat sich schon von der Qualität des Tees überzeugt bei einem Besuch in der CHÁHO Teebar in Kagoshima, die von unseren Partnern bei Shimodozono Japan geführt wird - auf dem Foto sieht man Ihn mit Hajime Shimodozono (stellv. Geschäftsführer bei Shimodozono Japan).

 

Übrigens: Auch die Verpackung sollte etwas besonderes sein: Unsere Grafikerin Chie (links) hat dafür wie schon zuvor bei den Shincha Sets die Kalligrafie erstellt, und jedes Päckchen wurde von Hand vergoldet und nummeriert.

Verfügbar ab dem 2.5.2016 solange der Vorrat reicht!

 

Zum Weiterlesen:

Vorwort von Yoko Ono zu Takuji Ishikawas „Akinori Kimura’s Miracle Apples“     

Weiter Infos zur Akinori Kimura Methode105 kimura